#BodyPositivitiy zwischen emanzipatorischem Potential und Vereinnahmung

Body Positivity ist in aller Munde. Entstanden aus der Fat Acceptance Bewegung bietet sie Anknüpfungspunkte für Menschen, die permanent hören, dass ihre Körper „krank“, „hässlich“, „uneindeutig“, „zu viel“, oder nicht „leistungsfähig“ seien. Insbesondere durch die sozialen Medien hat #BodyPositivity in den letzten Jahren eine enorme Reichweite erfahren. Der Hashtag bietet das Potential marginalisierte Körper sichtbar zu machen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu rücken.
Im Vortrag geht es um folgende Fragen: Wie wird der Hashtag in den sozialen Medien genutzt? Welche Tendenzen der Normalisierung und Vereinnahmung lassen sich erkennen?
Magda Albrecht Autorin, Mädchenmannschaft
Termin: Freitag, 18.10.2019 |18:30 Uhr
Ort: Frauenzentrum Mainz e.V. | Kaiserstraße 59 – 61

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Die Rolle des Internets bei globalen feministischen Bewegungen – Schwerpunkt Südamerika

In Südamerika konnten sich Politikerinnen beim Kampf um Spitzenpositionen in den letzten Jahren durchsetzen. Dies befeuerte den Feminismusdiskurs enorm, ließ jedoch gleichzeitig die Stimmen der Gegner_innen immer lauter und extremer werden.     Um den Gleichstellungsgegner_innen die Stirn bieten zu können und Befürworter_innen zu mobilisieren, wird das breite Spektrum der sozialen Medien ausgenutzt. Der Vortrag richtet den Blick auf die Rolle des Internets bei der Organisation von Frauenbewegungen – auch vor dem Hintergrund der Wahlsiege autoritärer, antifeministischer Präsidenten in Amerika.
Dr. Dinah Leschzyk Justus-Liebig-UniversitätGiessen
Termin: Donnerstag, 13.06.2019 |18:30 Uhr
Ort: Landeszentrale für politische Bildung RLP Am Kronberger Hof 6

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Aktiv gegen digitale Gewalt

Digitale Gewalt ist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen geschlechtsspezifischer Gewalt und umfasst eine Vielzahl von Angriffsformen, die auf Herabsetzung, Rufschädigung, soziale Isolation und die Nötigung oder Erpressung eines bestimmten Verhaltens der Betroffenen abzielen. Digitale Gewalt funktioniert nicht getrennt von „analoger Gewalt“, sondern stellt meist eine Fortsetzung oder Ergänzung von Gewaltverhältnissen und -dynamiken dar.
Nach einem Überblick über Formen digitaler Gewalt (Cyberstalking, Cybermobbing, Doxing, bildbasierte sexualisierte Gewalt), werden anhand von Beispielen Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten vorgestellt.
Vanessa  Kuschel Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen Mainz e.V.
Termin: Donnerstag, 09.05.2019 | 18:30 Uhr
Ort: Frauenzentrum Mainz e.V. | Kaiserstraße 59 – 61

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Netzpolitik – eine feministische Einführung

Netzpolitik bezeichnet ein Politikfeld rund um medienkulturelle, medienpolitische und medienrechtliche Fragen. Anhand von zwei zentralen Themen- und Diskussionsfeldern, nämlich „Digitale Gewalt“ und „Überwachung versus Privatheit“, soll ein Ausblick auf eine geschlechtergerechte digitale Gesellschaft gegeben werden. Netzpolitik für und in der digitalen Gesellschaft ist einem steten Wandel unterworfen. Als klassisches Politikfeld noch im Entstehen, fehlen bislang tiefergehende feministische Analysen für diesen Prozess.
Francesca Schmidt wird in ihrem Vortrag bisherige feministische Perspektiven, etwa Cyberfeminismus oder Netzfeminismus, nachzeichnen und diskutieren.
Francesca Schmidt Netzforma* e.V. Gunda Werner Institut
Termin: Donnerstag, 11.04.2019 | 18:30 Uhr
Ort: Frauenzentrum Mainz e.V. | Kaiserstraße 59 – 61

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Facetten bisexuellen Lebens

Vortrag, Diskussion | Sonntag, 23.09. | 17 Uhr | Bar jeder Sicht

Anlässlich des Tages der Bisexualität am 23. September widmet sich die Bar jeder Sicht gemeinsam mit Richard Lemke (JGU Mainz)  in Kooperation mit dem Frauenzentrum Mainz den Facetten bisexueller Identitäten und Bisexualität in Partnerschaften. In einem kurzen Impulsvortrag werden Ansätze, Perspektiven und ausgewählte Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung zu Bisexualität vorgestellt. Dabei wird vor allem auch auf die Probleme der Forschungslücken hingewiesen, die insbesondere in Bezug auf weibliche Bisexualität existieren.

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#metoo – Gesprächsnachmittag zum Thema Sexismus Teil 2

Donnerstag, 15.11. | 17 Uhr | Frauenzentrum Mainz

#MeToo – Ein Hashtag, der Frauen auf der ganzen Welt bewegt. Ein Tweet gnügt um zu signalisieren: Ich auch. Du bist nicht allein.Wir sind nicht allein.
Ob im Alltag oder auf der Arbeit: Wir wollen nicht, dass sich auch nur eine einzige Frau mit Sexismus allein gelassen fühlen muss. Wir nehmen die Diskussion aus dem Netz und öffnen ihr erstmals die Türen, damit sie persönlich und in einem Safe Space betrieben werden kann.
Der Diskussionsabend zum Thema #metoo geht in die zweite Runde und wird zum Diskussionsnachmittag. Nach einem tollen und diskussionsreichen ersten Treffen am 11.10. wollen wir weiter diskutieren über Sexismus(erfahrungen), einengende Geschlechterstereotype, die Frage nach Selbstbestimmung über den eigenen Körper und unerreichbare Schönheitsideale.
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Ein Kind gehört zur Mutter, Außer die Mutter ist lesbisch

Die Historikerin Dr. Kirsten Plötz kommt am 20.07. um 19:00 zum Treffen der Golden Girls ins Frauenzentrum Mainz und spricht über ihr Forschungsprojekt „Ein Kind gehört zur Mutter, ausser die Mutter ist lesbisch“.
Wie stark wirkt nach, dass Lesben bis in die 90er Jahre das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen wurde? Warum wurden Lesben mit Kindern in der Community ausgegrenzt? Macht Mutterschaft spießig und bürgerlich? Wie kann ich meine Trauer ausdrücken keine Kinder zu haben?
„Bis in die 1990er-Jahre verloren Frauen, die lesbische Beziehungen hatten, das Sorgerecht für ihre Kinder. Aus Angst davor verheimlichten viele, dass sie lesbisch waren. Ein neues Forschungsprojekt in Rheinland-Pfalz widmet sich nun diesem Thema.“

Marielle, Presente! Engangement und Herausforderung der afrobrasilianischen Frauen in Brasilien und der Disapora

Gedenkveranstaltung an die ermordete afrobrasilianische Abgeordnete Marielle Franco

Montag, 28.05 | 19:30 Uhr | LOMO (Ballplatz 2)

Sie, die afrobrasilianischen Frauen, die das niedrigste Gehalt verdienen, es sind die afrobrasialianischen Frauen, die ihre Kinder durch den Genozid an jugendlichen AfrobrasilianerInnen verlieren, es sind die schwarzen Frauen, die die prekärsten Arbeitsstellen haben.

(Marielle Franco)

Bei dieser Veranstaltung wird Marielles Francos Leben und Engagement durch ihre eigenen Worte vorgestellt. Außerdem werden anhand von Videos verschiedene und bekannte Fälle vin gravierenden Menschenrechtsverletzungen gezeigt, die Empörung und eine breite Mobilisierung in Brasilien auslösten.
In den Panels wird ein Dialog zwischen den Referentinnen und dem Publikum ermöglicht. Außerdem sollen die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen und insbesondere Schwarzer Frauen sichtbar gemacht werden, über ihre Initiativen berichtet und Allianzen geschaffen werden. Weiterlesen

Feministische Standortbestimmungen II: Jüdischer Queerfeminismus und christliche Narrative

Vortrag | Montag, 28.05. | 19:30 Uhr | Heinrich Böll Stiftung (Walpodenstr. 10)

Was bedeutet Feminismus heute?
Die Antwort auf diese Frage ist vielfältig und vielschichtig. Eigentlich ist nur klar: DEN Feminismus gibt es so gar nicht – es gibt viele Feminismen mit unterschiedlichem Fokus, verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen Ausprägungen. Um diese unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und um die Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, veranstaltet die Heinrich Böll Stiftung RLP in Kooperation mit dem Frauenzentrum Mainz im Jahr 2018 die Reihe „Feministische Standortbestimmungen“.

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Veranstaltungsreihe Was ist eigentlich Hate Speech?

Veranstaltungsreihe

#hatespeech

Hate Speech (lässt sich übersetzen als Hassrede) wird aktuell häufig im Zusammenhang mit antifeministischen Bewegungen diskutiert. Hate Speech lässt sich begreifen als sprachlicher Ausdruck von Hass mit dem Ziel der Herabsetzung und Verunglimpfung bestimmter Personen(gruppen). Diese Form der Diffamierung äußert sich online und offline in verschiedenen Formen, von Beleidigungen und allgemeinen Gewaltfantasien, über gezielte Demütigung von Einzelpersonen bis hin zu Drohungen. Weiterlesen

IDAHOBIT 2018

Seit 2005 findet jedes Jahr am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*feindlichkeit statt. An diesem Tag demonstrieren Menschen auf der ganzen Welt für die Rechte von LSBTI und gegen Diskriminierung und Gewalt.
Als Teil des IDAHOBIT-Koordinierungsteams in Mainz beteiligen wir uns an der Kundgebung und Veranstaltungen, die rund um den 17. Mai stattfinden.

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Was ist eigentlich Hate Speech?

Vortrag | Dienstag, 05.06. | 18:30 Uhr | Frauenzentrum Mainz (Kaiserstr. 59-61)

#wastungegenhatespeechHetze, Hass und Diskriminierung finden im Internet immer mehr Verbreitung – besonders in sozialen Netzwerken, Foren und Kommentarspalten. Für dieses Phänomen hat sich auch im deutschen Sprachgebrauch der Begriff Hate Speech durchgesetzt. Meinungen, die im realen Leben oft nur von einer Minderheit offen vertreten werden, finden im Internet eine große Bühne. Mädchen und junge Frauen, die das Netz ganz alltäglich nutzen und zu Recht auch als ihren digitalen Lebensraum verstehen, können zur Zielscheibe sexistischer und antifeministischer Hate Speech werden, sobald sie sich dort öffentlich äußern. Weiterlesen

Antifeminismus in der digitalen Öffentlichkeit

Vortrag | Dienstag, 12.06. | 18:30 Uhr | Frauenzentrum Mainz (Kaiserstr. 59-61)

#antifeminismusimnetzAntifeminismus in digitalen Öffentlichkeiten ist ein virulentes Problem. Von antifeministischen Argumentationen über Hate-Speech bis hin zu organisiertem Cyberharassment nehmen netzbasierter Antifeminismus sowie das damit verwandte Gendertrolling verschiedene Erscheinungsformen an. Weiterlesen

Feminismus 4.0 – Feminismus online vs. offline

Vortrag/Workshop | Freitag, 22.06. | 18:30 Uhr | Frauenzentrum Mainz (Kaiserstr. 59-61)
#netzfeminismusDas Internet bietet viele Möglichkeiten, sich feministisch zu engagieren, sich an Diskursen zu beteiligen, Netzwerke zu knüpfen und Schutzräume zu schaffen. Gleichzeitig handelt es sich auch um einen Ort, in dem antifeministische Hetze große Handlungsspielräume hat.Virtuelle Handlungen werden bis jetzt oft nicht als ‚reale Handlung’ anerkannt, so dass Gewalt im Netz selten bis nie geahndet wird. Weiterlesen

Frauen in Führungspositionen

Mit dem Kopf durch die gläserne Decke?
Diskussionsgespräch | Donnerstag, 13.09. | 18:30 Uhr | Ort: Die Kulturei (Zitadelle Mainz Zitadellenweg)
Was hindert Frauen so oft daran in Führungspositionen zu kommen und was hat die gläserne Decke damit zu tun?
Wir diskutieren über die strukturellen Hürden und die oft subtilen und nicht sichtbaren Mechanismen, die verhindern, dass Frauen den Weg in Führungspositionen ohne Hürde nehmen können. Dabei geht es um Austausch und Analyse darüber, welche politischen Strategien es braucht, um eine tatsächliche Chancengleichheit für Frauen und Männer herzustellen. Es soll präzisiert werden, wie strukturelle und subtile Diskriminierungen mit stereotyp gedachten Geschlechterrollen zusammenhängen.
Zusätzlich soll der Blick auf positive Erfahrungen gerichtet werden: wie schaffen es Frauen trotz der widrigen Umstände sich immer wieder in Führungspositionen zu behaupten und welche Maßnahmen unterstützen Frauen effektiv und nachhaltig auf diesem Weg?
Gesprächsteilnehmerinnen: Ute Chrysam, Berami e.V., Projektleiterin
Einsteigen, Umsteigen, Aufsteigen &SABA-Mentoring, Aufstieg in Vielfalt
Dr. Marietta Schmidt-Kiefer, Beratung, Training, Coaching
Moderation: Gabriele Schneidewind, Geschäftsführerin Arbeit & Leben

Wer putzt und pflegt, wenn alle arbeiten?

Die globale Umverteilung von Care-Arbeit
Vortrag | Mittwoch, 27.06. | 18:30 Uhr | Ort: DGB-Haus (Kaiserstr. 26-30)
Care-Arbeiten, also unbezahlte oder bezahlte Haus- und Pflegearbeiten im weitesten Sinne, werden überwiegend von Frauen geleistet. Die Umverteilung dieser Arbeiten findet überwiegend zwischen deutschen und migrantischen Frauen statt.
Es sind vor allem Frauen aus ärmeren Nachbarländern, die die steigende Nachfrage nach Care-Arbeit bedienen. Sie geben ihre eigenen Care-Verpflichtungen an Großmütter, Schwestern und Schwägerinnen weiter. Die meisten dieser Frauen arbeiten in sehr prekären Arbeitsverhältnissen, mit schlechter Bezahlung und wenig bis gar keiner Absicherung. Gerade die 24h-Pflege entwickelt sich zu einem sozialstaatlich akzeptierten Weg, Sorgelücken dort zu füllen, wovormalige Sorge- und Arbeitsarrangements, beispielsweise in der Familie, zwischen den Generationen und zwischen den Geschlechtern wegbrechen. Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, wie die 24-Stunden-Pflegerinnen rekrutiert werden, welche Care- und Arbeitsanforderungen an sie gestellt werden und welche Aushandlungen zwischen den beteiligten Akteur_innen (Pflegeempfänger_innen, Pfleger_innen, transnationale Care-Agenturen) stattfinden.
Referentin: Aranka Vanessa Benazha,
Projektmitarbeiterin im DFG-Projekt: Gute Sorgearbeit? Transnationale Home Care Arrangements

Wir müssen reden!

Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten!
Interaktiver Vortrag | Montag, 23.04.| 18:30 Uhr
Ort: DGB-Haus (Kaiserstr. 26-30)
Es gibt viele Möglichkeiten, Arbeitszeit und Arbeitsorganisation so zu gestalten, dass Beruf und Privatleben besser in Einklang gebracht werden können.
Eine familienbewusste Unternehmenskultur kann bereits mit kleinen Maßnahmen dafür sorgen, dass der Arbeitsalltag von Beschäftigten, die Angehörige pflegen oder Kinder betreuen, stressfreier wird.
Wir wollen Ihnen an diesem Abend exemplarisch die Maßnahmen vorstellen – aber nicht nur das: Gemeinsam finden wir heraus, wo der Schuh am meisten drückt – und bieten eine individuelle Beratung an, wie sich der Stress für jede/n Einzelne/n eindämmen lässt.
Auch kleine Schritte können viel bewirken: Wir zeigen Ihnen, wo sie ansetzen können!
Referentin: Brigitte Dinkelaker, Projektleitung „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten!“, DGB Bundesvorstand
Moderation: Daniela Bublitz, 1. Vorsitzende BusinessMoms e.V.