Gut vernetzt?

Soziale Medien zwischen Partizipation, Mobilisierung und Vereinnahmung

Veranstaltungsreihe

Vortrag:
Die Rolle des Internets bei globalen feministischen Bewegungen – Schwerpunkt Südamerika mit Dr. Dinah Leschzyk,
Donnerstag, 13.06.2019 um 18:30 Uhr, in der Landeszentrale für politische Bildung RLP Am Kronberger Hof 6

Die (Aus-)Wirkungen des Internets auf Kultur, Politik, Medien und Wirtschaft können nicht losgelöst von den gesellschaftlichen Verhältnissen betrachtet werden, denn die gesellschaftliche Realität spiegelt sich auch im Netz wider. Dementsprechend ist das Internet auch geprägt von Diskriminierung, Gewalt und Ausschlussmechanismen. Zum einen verfügen nicht alle über die gleichen Ressourcen oder Möglichkeiten, um die vielfältigen Beteiligungsformen des Netzes  zu nutzen. Zum anderen können sich nicht alle im Internet gleichermaßen risiko- und barrierefrei bewegen.

Weiterlesen

„Das ist doch nur eine Phase!“ – Wieso Binegativität krank macht

Vortrag 16.05.2019 18:30 Uhr Bar jeder Sicht

Vortrag von Renate Baumgartner im Rahmen der IDAHOBIT-Woche:
Ein Satz wie „Du kannst dich wohl nicht entscheiden“, hypersexualisierende Zuschreibungen und die daraus resultierende Annahme einer permanenten sexuellen Verfügbarkeit führen nicht nur dazu, dass bisexuelle Frauen häufiger sexualisierte Gewalt erfahren, sondern können sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken.

Weiterlesen

»Antifeminismus als Demokratiegefährdung?!«

Gleichstellung in Zeiten von Rechtspopulismus

Im praxisorientierten Workshop haben die Frauen die Möglichkeit, Gegenstrategien zu antifeministischen und gleichstellungsfeindlichen Argumentationen kennenzulernen und anhand von Praxisbeispielen einzuüben. Die Zielgruppe des Workshops sind sowohl Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte als auch Frauen, die in frauenspezifischen Kontexten arbeiten (Frauennotruf, Frauenhaus, pro familia, etc.) und am Thema interessierte.
Im Workshop wird erarbeitet, dass Antifeminismus inhärenter Teil extrem rechter Haltungen ist. Antifeminismus und Genderthemen funktionieren zudem als verbindendes Element zwischen ganz unterschiedlichen extrem rechten Strömungen. Zugleich besitzen sie hohes Mobilisierungspotenzial bis weit in bürgerliche und  konservative gesellschaftliche Kreise.
Es wird die Möglichkeit geboten, Gegenstrategien zu antifeministischen und gleichstellungsfeindlichen Argumentationen kennenzulernen und anhand von Praxisbeispielen einzuüben.

Judith Rahner Amadeu Antonio Stiftung
Termin: Dienstag, 18.06.2019 | 12:00 Uhr – 15:00 Uhr
Ort:       Frauenzentrum Mainz | Kaiserstraße 59 – 61

Workshop für Frauen. Anmeldung erforderlich!
In Zusammenarbeit mit:

#BodyPositivitiy zwischen emanzipatorischem Potential und Vereinnahmung

Body Positivity ist in aller Munde. Entstanden aus der Fat Acceptance Bewegung bietet sie Anknüpfungspunkte für Menschen, die permanent hören, dass ihre Körper „krank“, „hässlich“, „uneindeutig“, „zu viel“, oder nicht „leistungsfähig“ seien. Insbesondere durch die sozialen Medien hat #BodyPositivity in den letzten Jahren eine enorme Reichweite erfahren. Der Hashtag bietet das Potential marginalisierte Körper sichtbar zu machen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu rücken.
Im Vortrag geht es um folgende Fragen: Wie wird der Hashtag in den sozialen Medien genutzt? Welche Tendenzen der Normalisierung und Vereinnahmung lassen sich erkennen?
Magda Albrecht Autorin, Mädchenmannschaft
Termin: Freitag, 18.10.2019 |18:30 Uhr
Ort: Frauenzentrum Mainz e.V. | Kaiserstraße 59 – 61

In Zusammenarbeit mit


Die Rolle des Internets bei globalen feministischen Bewegungen – Schwerpunkt Südamerika

In Südamerika konnten sich Politikerinnen beim Kampf um Spitzenpositionen in den letzten Jahren durchsetzen. Dies befeuerte den Feminismusdiskurs enorm, ließ jedoch gleichzeitig die Stimmen der Gegner_innen immer lauter und extremer werden.     Um den Gleichstellungsgegner_innen die Stirn bieten zu können und Befürworter_innen zu mobilisieren, wird das breite Spektrum der sozialen Medien ausgenutzt. Der Vortrag richtet den Blick auf die Rolle des Internets bei der Organisation von Frauenbewegungen – auch vor dem Hintergrund der Wahlsiege autoritärer, antifeministischer Präsidenten in Amerika.
Dr. Dinah Leschzyk Justus-Liebig-UniversitätGiessen
Termin: Donnerstag, 13.06.2019 |18:30 Uhr
Ort: Landeszentrale für politische Bildung RLP Am Kronberger Hof 6

In Zusammenarbeit mit:

Aktiv gegen digitale Gewalt

Digitale Gewalt ist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen geschlechtsspezifischer Gewalt und umfasst eine Vielzahl von Angriffsformen, die auf Herabsetzung, Rufschädigung, soziale Isolation und die Nötigung oder Erpressung eines bestimmten Verhaltens der Betroffenen abzielen. Digitale Gewalt funktioniert nicht getrennt von „analoger Gewalt“, sondern stellt meist eine Fortsetzung oder Ergänzung von Gewaltverhältnissen und -dynamiken dar.
Nach einem Überblick über Formen digitaler Gewalt (Cyberstalking, Cybermobbing, Doxing, bildbasierte sexualisierte Gewalt), werden anhand von Beispielen Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten vorgestellt.
Vanessa  Kuschel Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen Mainz e.V.
Termin: Donnerstag, 09.05.2019 | 18:30 Uhr
Ort: Frauenzentrum Mainz e.V. | Kaiserstraße 59 – 61

In Zusammenarbeit mit:

Netzpolitik – eine feministische Einführung

Netzpolitik bezeichnet ein Politikfeld rund um medienkulturelle, medienpolitische und medienrechtliche Fragen. Anhand von zwei zentralen Themen- und Diskussionsfeldern, nämlich „Digitale Gewalt“ und „Überwachung versus Privatheit“, soll ein Ausblick auf eine geschlechtergerechte digitale Gesellschaft gegeben werden. Netzpolitik für und in der digitalen Gesellschaft ist einem steten Wandel unterworfen. Als klassisches Politikfeld noch im Entstehen, fehlen bislang tiefergehende feministische Analysen für diesen Prozess.
Francesca Schmidt wird in ihrem Vortrag bisherige feministische Perspektiven, etwa Cyberfeminismus oder Netzfeminismus, nachzeichnen und diskutieren.
Francesca Schmidt Netzforma* e.V. Gunda Werner Institut
Termin: Donnerstag, 11.04.2019 | 18:30 Uhr
Ort: Frauenzentrum Mainz e.V. | Kaiserstraße 59 – 61

In Zusammenarbeit mit:

Twitter als Instrument politischer (Meinungs)Bildung

Twitter bietet nicht nur Politiker_innen und politischen Bildner_innen eine Plattform, sondern auch politischen Aktivist_innen einen Ort, um sich auszutauschen und eigene Themen sichtbar zu machen. Es sollen Handlungsstrategien und Methoden diskutiert werden, wie Demokratie mediengerecht vermittelt werden kann und Möglichkeiten vorgestellt werden, wie man sich selber in Diskurs einbringen kann.
Ein weiterer Aspekt soll der der Verbreitung sein: wen erreicht man eigentlich mit seinen Tweets? Welche Potentiale kann Twitter in Bezug auf politische Bildung und Meinungsbildung haben und wo liegen die Grenzen?
Christina Dinar Amadeu Antonio Stiftung
Termin: Mittwoch, 31.10.2019 | 19 Uhr
Ort: Heinrich Böll Stiftung RLP Walpodenstr. 10

In Zusammenarbeit mit:

Nur Mut

Resilienz-Training für den Alltag
Sonntag 10.02.2019 | 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Wiederkehrender Stress und Krisen belasten und beeinträchtigen Menschen unterschiedlich stark. Insbesondere Frauen sind permanenten Mehrfachbelastungen durch Familie, Kinder, Erziehung, Haushalt, Beruf und oft der Pflege Angehöriger ausgesetzt.
Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) kann als ein Lebenskompetenzwerkzeug betrachtet werden, welches das tägliche Erleben und Handeln positiv beeinflusst. Weiterlesen

Vortrag: There’s a Dyke in the Pit

Sonntag, 09.12. | 16:30 Uhr | Kreativfabrik Wiesbaden

Lesbische, bi-, inter*-, trans* und queere Frauen* der Punk- und Hardcoregeschichte damals und heute

Der urbane Sumpf, aus dem Punk hervorkroch, war alles andere als heterosexuell und männlich geprägt. Aber schnell wurden Punk und sein Subgenre Hardcore immer brutaler, lauter und männlicher. Viele Schwule und Frauen*kehrten der Szene den Rücken oder verblieben ungeoutet im Schrank, bis mit Bruce LaBruce und G.B. Jones zwei Punks in Toronto Mitte der 1980er die Queercore-Bewegung ins Leben riefen und kurz darauf Riot Grrrl entstand.
Weiterlesen

Vortrag/Lesung Our Piece of Punk

Montag, 12.11. | 19 Uhr | Heinrich Böll Stiftung (Walpodenstr. 10)

Our Piece of Punk– Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Manifest der wütenden Riot Grrrls ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme der Gegenwart: Wie ging es nach 1991 weiter? Sind die Forderungen der Riot Grrrls eingelöst worden? Tot ist Punk nicht – sagen wenigstens die einen – und auch heute fehlt es nicht an kritischen Stimmen in Bezug auf Rassismus, Sexismus, Homo- und Trans*phobie in der Punkszene. Und die kommen in »Our Piece of Punk« zu Wort, denn es ist an der Zeit, die Diskussionen weiterzuführen. Weiterlesen

Fordern und Herausfordern!

Wege zu einem wirtschaftlich abgesicherten Leben für Frauen
Abschlussveranstaltung der Reihe „Wie kann das?!“

Podiumsdiskussion | Donnerstag,18.10. | 18:30 Uhr | Ort: Die Kulturei (Zitadelle Mainz Zitadellenweg)
Fordern und Herausfordern! ist nicht nur Titel, sondern Programm der Podiumsdiskussion, in der wir von der Frage „Wie kann das?!“ Antworten, Ideen, Strategien sammeln, die in ein „So kann das!“ führen.
Wir wollen darüber reden, was sich politisch, gesellschaftlich und strukturell ändern muss, damit auf dem Arbeitsmarkt gleiche Chancen für Männer und Frauen herrschen. Festgefahrene Geschlechterrollen bestimmen immer noch zu oft das Denken und Handeln und führen dazu, dass Frauen einen Großteil der Haus- und Fürsorgearbeiten unentgeltlich übernehmen und in Teilzeit arbeiten müssen/wollen, um die ganze Arbeit bewerkstelligen zu können.
Welche individuellen Möglichkeiten haben Frauen, um ein wirtschaftlich abgesichertes Leben zu führen – auch und gerade im Alter und unter Berücksichtigung dessen, dass die Erwerbsbiografien und Lebensumstände von Frauen so vielfältig sind? Gibt es überhaupt eine Lösung für alle?
Podiumsteilnehmerinnen: Elisabeth Kolz, E.U.L.E. e.V., Susanne Wagner, DGB Rheinland Pfalz–Saarland, Eva Kreienkamp, Geschäftsführerein Mainzer Mobilität, Elfriede Harth Netzwerk Care Revolution Rhein Main
Moderation: Daniela Bublitz, 1. Vorsitzende BusinessMoms e.V.

Ein Kind gehört zur Mutter, Außer die Mutter ist lesbisch

Die Historikerin Dr. Kirsten Plötz kommt am 20.07. um 19:00 zum Treffen der Golden Girls ins Frauenzentrum Mainz und spricht über ihr Forschungsprojekt „Ein Kind gehört zur Mutter, ausser die Mutter ist lesbisch“.
Wie stark wirkt nach, dass Lesben bis in die 90er Jahre das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen wurde? Warum wurden Lesben mit Kindern in der Community ausgegrenzt? Macht Mutterschaft spießig und bürgerlich? Wie kann ich meine Trauer ausdrücken keine Kinder zu haben?
„Bis in die 1990er-Jahre verloren Frauen, die lesbische Beziehungen hatten, das Sorgerecht für ihre Kinder. Aus Angst davor verheimlichten viele, dass sie lesbisch waren. Ein neues Forschungsprojekt in Rheinland-Pfalz widmet sich nun diesem Thema.“

Feministische Standortbestimmungen II: Jüdischer Queerfeminismus und christliche Narrative

Vortrag | Montag, 28.05. | 19:30 Uhr | Heinrich Böll Stiftung (Walpodenstr. 10)

Was bedeutet Feminismus heute?
Die Antwort auf diese Frage ist vielfältig und vielschichtig. Eigentlich ist nur klar: DEN Feminismus gibt es so gar nicht – es gibt viele Feminismen mit unterschiedlichem Fokus, verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen Ausprägungen. Um diese unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und um die Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, veranstaltet die Heinrich Böll Stiftung RLP in Kooperation mit dem Frauenzentrum Mainz im Jahr 2018 die Reihe „Feministische Standortbestimmungen“.

Weiterlesen

Veranstaltungsreihe Was ist eigentlich Hate Speech?

Veranstaltungsreihe

#hatespeech

Hate Speech (lässt sich übersetzen als Hassrede) wird aktuell häufig im Zusammenhang mit antifeministischen Bewegungen diskutiert. Hate Speech lässt sich begreifen als sprachlicher Ausdruck von Hass mit dem Ziel der Herabsetzung und Verunglimpfung bestimmter Personen(gruppen). Diese Form der Diffamierung äußert sich online und offline in verschiedenen Formen, von Beleidigungen und allgemeinen Gewaltfantasien, über gezielte Demütigung von Einzelpersonen bis hin zu Drohungen. Weiterlesen

Was ist eigentlich Hate Speech?

Vortrag | Dienstag, 05.06. | 18:30 Uhr | Frauenzentrum Mainz (Kaiserstr. 59-61)

#wastungegenhatespeechHetze, Hass und Diskriminierung finden im Internet immer mehr Verbreitung – besonders in sozialen Netzwerken, Foren und Kommentarspalten. Für dieses Phänomen hat sich auch im deutschen Sprachgebrauch der Begriff Hate Speech durchgesetzt. Meinungen, die im realen Leben oft nur von einer Minderheit offen vertreten werden, finden im Internet eine große Bühne. Mädchen und junge Frauen, die das Netz ganz alltäglich nutzen und zu Recht auch als ihren digitalen Lebensraum verstehen, können zur Zielscheibe sexistischer und antifeministischer Hate Speech werden, sobald sie sich dort öffentlich äußern. Weiterlesen

Antifeminismus in der digitalen Öffentlichkeit

Vortrag | Dienstag, 12.06. | 18:30 Uhr | Frauenzentrum Mainz (Kaiserstr. 59-61)

#antifeminismusimnetzAntifeminismus in digitalen Öffentlichkeiten ist ein virulentes Problem. Von antifeministischen Argumentationen über Hate-Speech bis hin zu organisiertem Cyberharassment nehmen netzbasierter Antifeminismus sowie das damit verwandte Gendertrolling verschiedene Erscheinungsformen an. Weiterlesen