Über uns

Das Frauenzentrum Mainz

„Frauenrecht ist nicht nur ein abstrakter Begriff; es ist vor allem eine persönliche Sache. Es geht dabei nicht nur um „uns“; sondern ebenso um mich und um dich.“Toni Morrison, amerikanische Schriftstellerin, 1979

Frauenpolitische Arbeit ist auch nach vier Jahrzehnten unerlässlich, um das Ziel der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu erreichen. Seit Gründung des Frauenzentrums vor 40 Jahren, ist ein vielfältiges und umfassendes Beratungs-, Bildungs- und Kulturangebot für Frauen entstanden, das immer wieder auf bestehende gesellschaftliche Veränderungen reagiert.

Ein kurzer historischer Abriss zeigt die Entwicklung des Frauenzentrums:

  • Die Idee eines Frauenzentrums in Mainz entsteht während der Neuen Frauenbewegung, die sich Ende der 1960er aus der Studentenbewegung entwickelt
  • 1973 gründen 8 Frauen im Alter von 16 – 26 Jahren die „Gruppe zum gesellschaftlichen Kampf für die Emanzipation der Frau“
  • Die erste öffentliche Aktion war die Verteilung von Flugblättern zum Muttertag. Ziel war es Frauen dazu aufzurufen, sich über die Perversität eines Muttertags Gedanken zu machen.
  • 1974 werden die ersten offiziellen Räume des Frauenzentrums Mainz in der Rheinallee bezogen
  • Die erste Lesben Arbeitsgruppe schließt sich zusammen
  • Nur einen Monat später erfolgt der Umzug in die Badergasse
  • 1975: Gründung des §218 Komitees
  • 1979 erfolgt nicht nur der Umzug in größere Räume (Goethestraße), sondern auch die Anerkennung als gemeinnütziger Verein
  • 1979 gründet sich die Gruppe „Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen“ im Frauenzentrum und wird 1989 ein eigener eingetragener Verein
  • Im Zuge der bundesweiten Demonstrationen gegen den § 218, rief das Frauenzentrum Mainz 1979 mit zu einer Groß-Demonstration gegen den Abtreibungsparagraphen 218 auf – aus der ganzen Bundesrepublik reisen Frauen an
  • 1981 gründet sich die Lesbenberatung im Frauenzentrum
  • 1991 entstehen erste feste Stellen – ehrenamtliches Engagement hat aber bis heute nicht an Bedeutung verloren
  • Seit 1991 wird die psychosoziale Beratung regelmäßig angeboten
  • 1992 bezieht das Frauenzentrum neue Räume in der Walpodenstraße 10
  • Seit 1995 wird die Rechtsberatung einmal wöchentlich von Fachanwältinnen ehrenamtlich angeboten
  • 2001 findet  anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Lesbenberatung die Fachtagung Gewalt gegen Lesben statt
  • Seit 2003 gibt es im Frauenzentrum ein regelmäßiges Beratungsangebot für Frauen mit Essstörungen
  • 2005 veranstaltet das Frauenzentrum die Fachtagung Zwang zur Norm
  • 2007 geht das Junglesbenportal gorizi.de online
  • 2009 feiert das Frauenzentrum sein 35-jähriges Jubiläum
  • 2011 – Aktion des Frauenbündnisses Rheinland-Pfalz: Ausstellung vor dem Staatstheater – 100 Jahre Internationaler Frauentag
  • 2012: Bestandsaufnahme zum Stand der Gleichberechtigung mit der Veranstaltungsreihe Backlash: Geschlechterpolitik auf dem Rückmarsch?
  • 2013: Umzug in die Kaiserstraße 59-61
  • 2014: 40-jähriges Jubiläum

Das Frauenzentrum Mainz heute:

  • besteht aus rund 120 Vereinsfrauen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren
  • finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Bußgelder und einen freiwilligen Zuschuss der Stadt Mainz
  • beschäftigt eine hauptamtliche Mitarbeiterin, eine Honorarkraft und zwei Aushilfskräfte
  • ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft anderes lernen e.V. und der Heinrich Böll Stiftung
  • kooperiert landes- und bundesweit mit anderen Organisationen
  • ist Teil des Frauenbündnisses Rheinland-Pfalz
  • orientiert sich am Grundsatz der Parteilichkeit und Offenheit für alle Frauen sowie am Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe
  • Entscheidungsorgane sind Fachausschüsse und die Mitgliedsversammlung

Die Aufgaben des Frauenzentrums sind:

  • Öffentlichkeitsarbeit: Medienarbeit,-gestaltung und –beobachtung, Veranstaltungsorganisation, Aufklärungsarbeit in Bezug auf Frauen- bzw. Geschlechterfragen
  • Frauen durch Bildungs-, Kultur-, Beratungs- und Gruppenangebote zu informieren und zur stärken
  • Raum für Frauen und Projekte zu bieten
  • Frauen unterschiedliche Identitätsmöglichkeiten aufzuzeigen

Wir suchen:

  • Frauen, die Lust haben, aktiv im Verein mitzuarbeiten
  • SpenderInnen
  • UnterstützerInnen
  • Anregungen für Aktionen und Veranstaltungen