IDAHOBIT 2019

Am 17. Mai 1990 strich die WHO Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten (erst 2018 kündigte sie an, auch Transidentität streichen zu wollen). In Erinnerung an dieses Ereignis findet jährlich am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) statt. Weltweit demonstrieren Menschen gegen Diskriminierung und für Akzeptanz und zeigen: Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter* sind Menschenrechte und daher nicht verhandelbar!

Das Recht jedes Menschen, ohne Diskriminierung selbstbestimmt zu leben, wird für queere Menschen täglich in Frage gestellt. Über 70 Länder weltweit verfolgen gleichgeschlechtliche Liebe. Transidenten und Intergeschlechtlichen wird das Recht, ihr Geschlecht selbstbestimmt zu leben, oft mit Gewalt abgesprochen. Das gilt auch für Deutschland: Transidente dürfen nur nach einem pathologisierenden Begutachtungs-Verfahren ihren Vornamen und Geschlechtseintrag ändern; intergeschlechtliche Kleinkinder werden immer noch geschlechtszuweisenden Operationen unterzogen. Rechtspopulistische Kräfte versuchen aktiv, eine Pädagogik der Vielfalt zu verhindern, die Kinder und Jugendliche altersgemäß über verschiedene sexuelle und geschlechtliche Identitäten informiert und Vorurteilen entgegenwirkt.
Gewalt, Diskriminierung und Rechtspopulismus dürfen in demokratischen Gesellschaften keinen Platz haben! Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung für die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten!
„Jeden Tag erleben Menschen physische und psychische Gewalt, weil sie von einer konstruierten Norm abweichen. Sie werden ausgegrenzt, bestraft und ermordet, weil ihr Leben in den Augen Anderer weniger wert sei oder an die sogenannte Normalität angepasst werden soll, z.B. an Geschlechter-Normen. Wir setzen uns dafür ein, den Normalitätsbegriff auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu erweitern und sichtbar zu machen, dass von konstruierten Normen abzuweichen gesellschaftliche Realität ist“, so Sarah Bast vom Frauenzentrum Mainz, die die Aktivitäten zum Mainzer IDAHOBIT zusammen mit Frank Grandpierre von QueerNet Rheinland-Pfalz koordiniert.

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