Geschlecht ist wandelbar: Wir gestalten es im Laufe unserer Biographie immer wieder neu, und auch gesellschaftlich verändert sich seine Bedeutung stetig. Trotzdem hören wir viel von gesundem Menschenverstand, anthropologischen Grundlagen und Gotteswillen, wenn es um Geschlecht geht. Queere Ansätze werden dann gern als ‚Gender-Wahn‘ abgetan. Besonders viel Resonanzraum finden solche anti-queeren Ressentiments in rechten Kreisen. Christliche Fundamentalist_innen, Faschist_innen und andere autoritäre Kräfte sind sich darin einig: die Verflüssigung von Normen und Kategorien bringt den Untergang – in Geschlechterfragen, aber auch in anderen sozialen Feldern. Welche sozialpsychologischen, subjektiven und politstrategischen Funktionen erfüllt diese anti-queere Ideologie? Inwiefern eignet sie sich als Kitt zwischen extremen und bürgerlichen Akteur/innen?
Diese Fragen werden wir im Workshop in Inputs und interaktiven Methoden bearbeiten.
Workshopleitung: Hannah Engelmann (Erziehungswissenschaftlerin, Trans*Beraterin und freie Referentin)
Anmeldung erforderlich!
Meldet euch bitte per Mail fz@frauenzentrum-mainz.de bis zum 23.11.2020 für die Veranstaltungen an, ihr bekommt dann den Zoom-Link zugeschickt 

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz